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Potsdam: Katastrophale Zustände - Debatte über Kita-Software?

In Potsdam fehlen wie berichtet 200 Kitaplätze, viele Eltern sind verzweifelt. Während die Linke eine Teilrückkehr zur kommunalen Trägerschaft anregt, setzt die Stadt auf eine neue Software, die das Vergabeverfahren vereinfachen soll. Doch die kommt frühestens 2018.
 
Um das Problem der fehlenden Kitaplätze in Potsdam zu lösen, schlägt die Linke eine Rückkehr zur kommunalen Trägerschaft zumindest für einige Kitas vor. Derzeit sind die rund 120 Kitas alle in der Hand freier Träger. „Wir sollten überlegen, ob wir als Stadt nicht wieder eigene Kindertagesstätten betreiben“, sagte Linken-Kreischef Sascha Krämer. Die Einrichtungen sollten auf verschiedene Stadtteile verteilt sein. „Ich denke, das kommt die Stadt preiswerter als eine Welle von Klagen, um den Rechtsanspruch geltend zu machen.“
 
Wie berichtet, erwägt eine Familie aus Bornstedt gegen die Stadt vor Gericht zu ziehen, weil sie trotz Rechtsanspruchs keinen Kitaplatz für ihren einjährigen Sohn bekommt und Verdienstausfälle hinnehmen muss. Das sei kein Einzelfall, so Krämer. „Immer wieder hört man, dass junge Eltern in der familienfreundlichen Stadt keinen Kita-Platz bekommen.“ Das sei eine „Schande“.
 
Die Kitaplatz-Situation ist in Potsdam seit Jahren angespannt. Durch zwei Brände, die eine Kita Am Stern unbenutzbar gemacht haben, sei die Lage zur Zeit extrem problematisch, hatte Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) kläglich eingeräumten müssen. Aktuell fehlten 200 Plätze, ob dies nur auf den Brand in einer Kita zurückzuführen ist, muss massiv angezweifelt werden.
 
Auch der neu gegründete Eltern-Kitabeirat beschäftigt sich mit der Platznot und hat eigens eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich mit dem Jugendamt über das Problem verständigen will. Eine Abkehr von freien Trägern hält Beiratsmitglied Wiebke Kahl nicht für die Lösung. „Ob kommunale Kita oder freier Träger – bei der Bedarfsplanung passt ganz offensichtlich etwas nicht.“ Aus Sicht der Eltern sei nicht nachvollziehbar, warum man nicht für jeden Sozialraum genauer planen kann, wie viele Einwohner und perspektivisch Kinder dort leben und wie viele Kitaplätze tatsächlich gebraucht werden.
 
Die Arbeitsgruppe drängt deshalb darauf, ein zentrales Online-Portal einzurichten, bei dem sich Eltern für Kitas anmelden können. Über den Weg sei auch für die Stadt und die Träger klarer, wie groß der aktuelle Bedarf in welchen Stadtteilen wirklich ist. Derzeit wenden sich längst nicht alle Eltern an den Kita-Tipp, die städtische Vermittlungsstelle für Betreuungsangebote. Viele melden sich direkt bei den Einrichtungen an – aus Angst, keinen Platz zu bekommen, oft gleichzeitig bei mehreren Kitas, was das Bedarfsbild verzerrt und die Planung für alle Beteiligten erschwert. Die Stadt hatte im Vorjahr angekündigt, sich den Düsseldorfer Kita-Navigator als mögliches Vorbild für Potsdam anzuschauen.
Neue Kitaplatz-Software soll Vergabe erleichtern
 
Die Ausschreibung der neuen Kitaplatz-Software sei in der Vorbereitung und mit den Trägern abgestimmt, so Stadtsprecher Jan Brunzlow. „Wir hoffen, in diesem Jahr den Zuschlag erteilen zu können, damit wir die Software ab 2018 anwenden können und dies zu einem leichteren Verfahren für die Eltern führt.“
 
Auch bei Facebook wird der MAZ-Artikel über Eltern auf Platzsuche viel diskutiert. „Die Situation war schon vor den Bränden eine Katastrophe“, schreibt eine Nutzerin. „Das ganze Anmeldeverfahren ist eine Katastrophe.“ Eine andere Leserin kommentiert: „Unhaltbare Zustände, aber seit Jahren in Potsdam Normalität.“ Einige raten Anna Palloks, die wie beschrieben keinen Kitaplatz für ihren Sohn bekommt, zu klagen. Schließlich würde sie im wachsenden Potsdam dringend gebraucht: Sie ist Altenpflegerin. 
 
Das es in dieser Problematik - hier zu Lasten der Kleinsten, den Kindern des Staates - offenbar weniger um das Problem mit einer „Software" geht, sondern vielmehr um offensichtliche Fehler in der Führung der Kommune Potsdam, in Persona von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), wird im gesamten vorgenannten Artikel - der Märkischen Allgemeinen Zeitung, mehr als nur deutlich.
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