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SNAP: Enttäuschende Quartalszahlen lassen Aktienkurs stürzen

Ein milliardenschwerer Verlust, langsam wachsende Nutzerzahlen und ein unerwartet niedriger Umsatz haben der Konzernmutter der Foto-App Snapchat einen Kurssturz beschert. Die Snap-Aktie sackte aktuell im nachbörslichen Handel an der New Yorker Wall Street um 24 Prozent auf 17,45 Dollar ab und fiel damit praktisch auf ihren Ausgabepreis beim Börsengang Anfang März. Auf einen Schlag waren zwei Milliarden Dollar an Börsenwert dahin.
 
Für das Ende März abgelaufene Quartal musste Snap einen Verlust von 2,2 Milliarden Dollar (2,02 Milliarden Euro) bekanntgeben. Dieser erklärt sich allerdings durch Ausgleichszahlungen in Form von Aktien im Zuge des Börsengangs. Enttäuscht reagierten die Analysten aber vor allem auf den Umsatz von 149,6 Millionen Dollar. Dieser vervierfachte sich im Vorjahresvergleich zwar fast - allerdings waren die Analysten von 158 Millionen Dollar ausgegangen.
Die Zahl der Nutzer kletterte nach Angaben von Snap zum Quartalsende auf 166 Millionen. Das waren gut ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor, aber nur fünf Prozent mehr als zum Ende des Vorquartals - und das in der schnelllebigen Social-Media-Welt.
 
Snap-Mitgründer Evan Spiegel räumte bei einer Telefonkonferenz ein, dass "wir noch viel Arbeit vor uns haben". Snap werde vor allem an der Weiterentwicklung seiner Apps für das Google-Betriebssystem Android arbeiten. Hier gebe es mehr Wachstumsmöglichkeiten als beim iOS-Betriebssystem von Apple.
 
Der Messengerdienst Snapchat mit seinen sich selbst wieder löschenden Botschaften und Fotos ist vor allem bei jungen Menschen beliebt. Das Unternehmen setzt inzwischen auch auf Partnerschaften mit Medienfirmen, um deren Nutzer mit Nachrichten, Videos und anderen Inhalten zu erreichen. Die Meinungen der Analysten über die Zukunft von Snapchat sind geteilt. Einige sehen darin einen ernstzunehmenden Konkurrenten für die Online-Plattform Facebook, andere rechnen Snapchat kaum Chancen gegenüber Facebook mit seinen fast zwei Milliarden Nutzern aus. Facebook hat inzwischen auch ähnliche Funktionen in seiner Instagram-App integriert.
 
Snap-Chef Spiegel hat jedoch keine Angst, neben dem großen Konkurrenten aus Menlo Park unterzugehen. Sein Unternehmen sei weiter davon überzeugt, "Wert durch Kreativität" zu schaffen. Auch " muss man sich damit abfinden, dass Leute einen kopieren, wenn man großartige Dinge tut", ergänzte er mit Blick auf abgekupferte Verschwinde-Funktionen der Konkurrenz.
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